Papa-Vormittag im FiP

RGA-Artikel vom: 07.02.2012 

Ein echter Indianer-Papa isst auch ohne Gabel 

Von Jasmin Wittkowski

Unübersehbar ragt der Marterpfahl neben dem Klettergerüst hervor: Fest einbetoniert steht der bunte verzierte Baumstamm auf dem Spielgelände des Familienzentrum im Park (FiP) St. Marien. 

Geschnitzt und bemalt hat ihn ein 80-köpfiger Indianerstamm, der zuvor am Samstagmorgen das Familienzentrum im Park gestürmt hatte. Anlass für das Spektakel war nicht etwa eine verfrühte Karnevalsfeier, sondern ein Indianerfest am Papa-Vormittag". 
Der kommt im Familienzentrum schon seit geraumer Zeit gut an: Einmal im Jahr verbringen die Väter gemeinsam mit ihren Kindern einen aktiven Tag in der Kita", berichten Martina Wirths und Carmen Valdes vom Familienzentrum. Die Sprösslinge haben so ihren Papa ganz für sich allein, der lernt im Gegenzug die Tageseinrichtung besser kennen. Denn überwiegend sind es doch die Mütter, die ihre Kinder zur Kita bringen", haben Wirths und Valdes beobachtet. Da lässt sich mehr draus machen", dachte sich das FiP-Team À und stellte gemeinsam mit Gemeindereferent Ralf Gassen ein Indianerfest auf die Beine. 
Die Organisatoren hatten in den Wochen zuvor viele indianische Rezepte ausprobiert und servierten den hungrigen Rothäuten am Samstag unter anderem Tortillafladen und Jambalaya, ein Reisgericht. Ehrensache, dass die Mahlzeiten auch nach indianischer Sitte verzehrt wurden: Auf dem Boden sitzend und ohne Besteck. Das sorgte bei den Jüngeren für Begeisterung, bei den Vätern eher für anfängliche Skepsis. Aber ein tapferer Indianer lässt nun mal nichts unversucht und schon bald taten es die Großen ihren Sprösslingen gleich. 
Mit Indianern werden sich die Kita-Kinder auch noch in den nächsten Wochen beschäftigen. Der Marterpfahl auf dem Hof wird noch sehr viel länger an das gelungene Fest erinnern.