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Ministrantenwallfahrt nach Rom 2013

von Martin Küpper

„Willst du mit mir geh`n?“ – Kommt, folgt mir nach! Unter diesem Motto machten sich am 20. Oktober über 2000 Ministranten des Erzbistums Köln auf den Weg nach Rom. Aus der Pfarrei St. Suitbertus machten sich 23 Messdiener und unser Gemeindereferent Ralf Gassen auf den Weg in die ewige Stadt. Die Anreise erfolgte mit Sonderzügen ab Köln/Deutz. Während der Zugfahrt hatten wir bereits Gelegenheit erste Kontakte zu anderen Messdienergruppen zu knüpfen. Ausreichend Zeit dazu war vorhanden, was nicht zuletzt an dem einen oder anderen außerplanmäßigen Halt des Zuges lag.

Schließlich erreichten wir am Montag Mittag die italienische Hauptstadt. Dort waren wir in einer von Nonnen geführten kirchlichen Herberge untergebracht.  Nach Kurzem Beziehen der Zimmer, führte uns unser Weg in den Vatikan. Dort wurde uns am Nachmittag eine besondere Ehre zuteil. Wir durften mit den anderen Messdienern zusammen vom Petersplatz in den Petersdom einziehen um dann einen Gottesdienst mit unserem Kardinal Joachim Meisner zu feiern. Neben einem kurzen Abriss über die Geschichte dieses Bauwerkes eines italienischen Kardinals, hielt Meisner eine mitreißende und begeisternde Predigt. Außerdem verewigte er sich mit einem Fingerabdruck auf dem Wallfahrtskreuz, auf dem zuvor alle Messdiener ebenfalls ihren Fingerabdruck hinterlassen hatten.

Am Dienstag Abend stand wieder ein beeindruckender Punkt auf dem Programm. Sämtliche Ministranten zogen mit Kerzen über eine zuvor von der Polizei gesperrte Hauptstraße der Stadt. Ziel dieser Prozession war die Kirche Santa Maria degli Angelie. Dort fand ein Abendgebet statt und im Anschluss bestand die Möglichkeit, an einem offenen Singen teilzunehmen. Während dieser Feier spürte man die Fröhlichkeit und Offenheit der Messdienergemeinschaft ganz besonders.

Am nächsten Tag klingelte der Wecker für uns sehr früh. Nach kurzem Morgengebet und Frühstück ging es zum Bus Richtung Innenstadt. An diesem Mittwoch war die Fahrzeit zu unserem Ziel bestimmt drei Mal so lange wie üblich. Der Grund für all dies? Generalaudienz von Papst Franziskus auf dem Petersplatz. Dieser wohnten wir mit etwa 100.000 weiteren Menschen bei. Es waren etwa zwei Stunden voller großartiger Eindrücke und Erfahrungen. Angefangen bei der Fahrt durch die Menge, bei der sich der Heilige Vater immer wieder Zeit nahm, um Babys zu küssen oder mit alten, offensichtlichen kranken Menschen ein kurzes Gespräch zu suchen. Selbst wenn man nicht ganz nah an ihm dran war, spürte man dennoch dieses Positive und Herzliche, welches von diesem Mann ausgeht. Dies setzte sich auch in der Predigt fort. Zwar verstanden wir inhaltlich wenig bis gar nichts davon, da sie natürlich auf Italienisch gehalten wurde, dennoch kam die Botschaft bei uns an. Denn manchmal sind es weniger die Worte, sondern vielmehr die Gesten und Reaktionen, die einen verstehen lassen. 

Am Donnerstag Abend stand dann auch schon der Abschlussgottesdienst in San Paolo fuori le mura (St. Paul vor den Mauern) an. Unser Diözesanjugendseelsorger Pfr. Mike Kolb feierte diesen mit uns. Er erntete für seine Predigt langen und lauten Beifall. Zwar machte sich während des Gottesdienstes und auch beim anschließenden gemeinsamen Picknick vor der Kirche Abschiedsstimmung breit, doch dies war keinesfalls eine negative Stimmung, denn jeder von uns war froh und glücklich darüber, diese Erfahrungen gemacht haben zu dürfen.

Rom hat sowohl weltlich als auch geistlich beeindruckt. Von der Eisdiele in der Nähe des Pantheons mit 120 Eissorten über den aus deutscher Sicht vollkommen chaotischen Straßenverkehr bis zu Sonnenschein bei 25° C Ende Oktober. Von der Messe im Petersdom sowie den unzählig anderen eindrucksvollen Sakralbauten über die Begegnung mit dem Papst bis zur großartigen Gemeinschaft der Ministranten über die ganze Woche hinweg.

Freitag Abend bestiegen wir dann wieder die Sonderzüge nach Köln. Wie bei der Hinfahrt wurde wieder gebetet, gesungen, gespielt, gelacht und vor allem sich über die vergangene Woche ausgetauscht, die wohl so schnell keiner von uns vergessen wird.

Allen, die es verdient hätten, hier zu danken, würde den Rahmen dieses Berichtes sprengen. Daher beschränke ich mich zum einen auf Ralf Gassen, der in Rom stets das richtige Maß aus Strenge und Lockerheit hatte. Danke für die Begleitung der Fahrt und für Deine sonstige Arbeit in den Gemeinden! Zum anderen bei allen anderen Ministranten und besonders bei denen aus Remscheid. Ihr seid der Hauptgrund für diese unvergessliche Woche und ich hoffe und denke, dass wir und vielleicht noch viele weitere Messdiener uns spätestens in drei Jahren zur nächsten Ministranten Wallfahrt des Erzbistums wieder sehen werden.

...und das Leckerste zum Schluss!