Kulturgeschichtliche Studienreise an den Golf von Neapel vom 16.-25.10.2018

Bericht von Inge Löllgen 

Kulturgeschichtliche Studienreise an den Golf von Neapel vom 16.-25.10.2018

Ökumenische Reisegruppe mit Pfarrer und Kolpingpräses Hans-Jürgen Roth

Ein Weitblick auf den Golf von Neapel: z.B. vom Tuffsteinplateau der Sorrentinischen Halbinsel, auf den Vulkankegel des Vesuvs, das Häusermeer der Metropole Neapel, die Ausgrabungen der antiken Römerstädte Herculaneum und Pompeji zu Füssen des Vulkans, südlich von Sorrent, am Golf von Sorrent und Salerno, die Amalfitana mit ihren die Steilfelsen hinaufkletternden Städten und Dörfern, umrankt von leuchtend roten Bougainvilleen und gelben Zitronenhainen... Und weiter südlich Paestum in der Ebene des Flusses Sele mit seinen antiken Göttertempeln, nirgendwo so gut erhalten wie hier... Beim näheren Hinschauen trifft der Blick immer wieder auf  den Vesuv, wie er ruhig und gelassen mit seinen beiden Kratern daliegt, nicht verrät, wann er wieder ausbricht, dann aber wohl viel verheerender als im Oktober 79 n.Chr., als er mit Schlamm und Geröll und pyrotoxischen Stürmen Ortschaften zu seinen Füssen, damals am Meer gelegen, verschüttete und viele Tausende Menschenleben forderte. Herculaneum, das elegante Domizil wohlhabender Römer, schachbrettartig im Grundriss, mit sehr gut erhaltenen  Straßen, basaltgepflastert, Villen und Gärten, geschmückt mit besterhaltenen Mosaiken und Fresken von wunderbarem Pompejirot, Geschäfte, Backstuben, Trattorias, Bordelle, Thermen, die Häuser meist einstöckig. Gefunden wurde verkohltes Brot, verbranntes Holz, ein Schifftorso, Honig in Steinbehältern. Gelegentlich Wasserleitungen aus Blei, noch intakte Brunnen, Amphitheater. Herculaneum ist nicht ganz ausgegraben, da sich längst eine neue Stadt Ercolano- auf den alten Ruinen ausbreitet. Dagegen sind meterlange Wände mit erstarrten Lavaströmen erhalten. Die Strandlinie wurde weit ins Meer hinaus verschoben. Pompeji dagegen - viel größer, einst eine lebendige Handels- und Verwaltungsstadt, auch hier reiche Kulturstätten und Privathäuser, Thermen, Tempel, Jupiter, Juno und Minerva geweiht. Wiederum kostbare Mosaike, Fresken, Statuen, Marmorböden. Und auf den Straßen, auf die Abfall und Unrat gekippt wurde, halfen hoch gelegte Steinblöcke als Zebrastreifen, sowie hohe Bürgersteige, Ungemach zu verhindern. Etwas außerhalb der Ruinenstädte gelegen: opulente Aristokratenvillen, noch reicher ausgestattet, staunenswert! Königliches Neapel- diese Stadt lässt sich fast nicht erfassen, daher der Akzent auf den Spuren der neapolitanischen Könige des 13. Jh. Mit Karl von Anjou beginnt das Königreich Sizilien mit Neapel als Hauptstadt: Dom und Kloster Santa Chiara mit seinen reichen Grabmälern und großartigen Ausschmückungen. Im Dom der Stadtheilige San Gennaro mit der Blutphiole, deren Verflüssigung die Neapolitaner jährlich erbitten, um ihre Stadt gesegnet zu wissen. Neapolitanische Krippen- hier kunstvoll gestaltet, sind zu bewundern, entgegen des im Centro storico aufgestapelten Krippenkitsch. Neben dem Königspalast – Castel Nuovo, 13. Jh. und  dem prächtigen Theater San Carlo (König Karl von Anjou) sei das Archäologische Museum genannt- hier sind die wunderbaren Funde der Ausgrabungsstätten aufbewahrt: in großartiger Fülle Skulpturen, silberne und bronzene Gebrauchsgegenstände, Keramiken, Mosaike, Statuen, die einen noch besseren Einblick in das damalige hoch kultivierte griechisch-römische Alltags- und Geistesleben vermitteln. Von Sorrent, dem sonnigen gemütlichen Städtchen- der Küste vorgelagert sind als Felsen versteinert die Sirenen des Odysseus- Heimat des Renaissancedichters Torquato Tasso und des Startenors Caruso mit atmosphärischem Hafen, von den Phöniziern gegründet, beginnt die als weltschönstes Küstenpanorama gepriesene Amalfitana am Golf von Salerno: schönste kleine, alte Städtchen, die an den steilen Felshängen eng aneinander geschmiegt hochklettern: Positano, Amalfi, einst die älteste Seerepublik Italiens, mit seinem wunderbaren Dom, darin byzantinische, normannische, barocke Stilelemente und in der Krypta die  Reliquien des Hl. Andreas. Heute noch ist kostbares, handgeschöpftes Papier zu kaufen, Relikt alter Papiermühlentradition. In Ravello begegnet man wieder vielfältigen byzantinischen, normannischen, barocken Einflüssen und wunderbar üppigen Gärten von Privatvillen, in denen sich auch Richard Wagner wohl und inspiriert fühlte. Einmalige Aussichten weit über den Golf. Pinien, duftende Blumen, Zitronenhaine, Olivenbäume. Am Ende dieses Städtereigens Salerno mit mittelalterlicher Festungsanlage und romanischem Dom, darin ein byzantinisches Bronzeportal und feinste romanische Steinmetzarbeit (Kapitelle). Hier werden die Reliquien des Hl. Matthäus aufbewahrt. In Salerno führt die heutige Universität die Tradition der berühmten mittelalterlichen Medizinschule fort.  Zaha Hadid beeindruckt mit einem spektakulären Hafengebäude. Und dann Paestum, eine Stadt griechischer Gründung im 6. Jh. v. Chr., und römischer Kolonialisierung im 3. Jh. v. Chr. : griechische Tempel im dorischen Stil auf dem weiten Gelände, bestens erhalten, Neptun, Athene, Hera geweiht, eine Agora, ein Forum, ein Amphitheater, leider durch die öffentliche Straße geteilt und damit rudimentär. Und wie schon in Neapel birgt das archäologische Museum die beweglichen Schätze der Ausgrabungsstätte. Ein Höhepunkt ist das Grab des Turmspringers; das einen Mann beim Sprung ins Meer zeigt: die Symbolisierung des Übergangs vom Leben zum Tod – heute das Logo Paestums. Hier genossen wir auch den Büffelmozzarella von der Milch der hiesigen Wasserbüffel, zusammen mit den Marzanotomaten und Basilikum die allgegenwärtige Caprese. Bliebe noch ein Blick auf Capri und Ischia zu werfen. Tagestouren, um Ferienstimmung zu genießen, steile Felsen zu erklimmen, auf Capri die Tiberiusvilla zu besuchen, von der aus der Kaiser das römische Reich regierte, die bekannte Villa San Michele mit ihrem wunderschönen Garten, den Hafen ,schicke‘ Geschäfte, und die hier wohl beste Pizza napoletana, die ein kurzes Entkommen aus dem Inselchaos ermöglichte. Auf Ischia, einer Vulkaninsel,war es viel entspannter, aber auch steiler,  Köstlichkeiten wie frischer Orangensaft aus säuerlichen gelben Früchten und eine Bruscetta in Begleitung eines ortsüblichen Weißweins entschädigten für den Verzicht auf einen Thermenbesuch. Auch hier eine Festung aus der Zeit des spanischen Vizekönigs im 16. Jh.. Caffe, Limoncello, Gelati, Pizza, Fisch, Oliven., Wein:  Nebensächliche Hauptsachen, die während der ganzen Reise sättigten, beglückten und auch verführten. Der Höhepunkt der Reise: unser ökumenischer Gottesdienst in einer evgl.- lutherischen Kapelle auf Capri, wir erfuhren Gemeinschaft, Freundschaft in unserer heterogenen Gruppe, waren dankbar für ein großartiges Erlebnis während einer so beunruhigenden Weltzeit. Eine Ermutigung, trotzdem zu leben und zu hoffen.

Vorwort 2019

 Liebe Kolpingschwestern und Kolpingbrüder,

liebe Freunde der Kolpingsfamilie, 

wieder liegt ein Jahr hinter uns. Vieles durften wir miteinander erleben und uns auch da und dort einander stützen. - Dank sei allen dafür gesagt.

Wir leben in einer Zeit, wo auch in unserer Kirche so vieles anonym zu werden beginnt, wo Gemeindeleben zerfällt - leider! Manchmal will es erscheinen, dass die Verwaltung wichtiger geworden ist als die Sorge um die Seelen der Menschen.

Da dürfen wir uns freuen, eine Kolpingsfamilie zu haben, eine Gemeinschaft, die - dem Leitbild Kolpings folgend - im Miteinander und in Solidarität ihr Handeln bestimmen möchte.

Viele in unserer Welt bewegt die Frage „Was habe ich von meinem Leben?“ Derweil kommen wichtigere Fragen zu kurz: „Was könnte ich aus mir machen?“ und „Was trage ich bei zum Gelingen des Lebens der Mitmenschen und für eine gerechte und menschliche Gesellschaft?“

Ganz im Sinne ihres Gründers soll eine Kolpingsfamilie der Selbstvergewisserung des eigenen Handelns dienen und wichtige Impulse dafür liefern, wie wir Solidarität und Achtsamkeit für das Miteinander bestimmen können. Und Kolping betont: „Was dem Einzelnen zu schwer wird oder woran er oft verzagt, das gedeiht ohne Mühe, wenn gemeinsame Kräfte sich gegenseitig Stütze und Halt geben dem Ziel zuzustreben.“  

Oder anderswo heißt es: „Wenn ein einzelner Mensch durch ein reißendes Wasser waten will, wird er’s nicht vermögen; greifen sich aber mehrere unter die Arme und bilden eine geschlossene Reihe, werden sie zusammen  das tobende Element überwinden. Vereinigung macht stark, eine praktische Wahrheit, so alt wie die Welt.“

Vor diesem Hintergrund möchte ich auch all denen ganz herzlich danken, die mit dazu beitragen, dass es in unserer Kolpingsfamilie noch Leben gibt. Ich kann nur dazu ermuntern: „Weitermachen!“

Am Morgen des ersten Advents leuchtete mir aus meinem Kalender ein Spruch von Albert Schweitzer entgegen: „Wo Licht im Menschen ist, scheint es aus ihm heraus.“

Das ist mein Wunsch für uns alle. Diese Erfahrung sei unserm Leben geschenkt: Licht sein zu dürfen und Licht zu bekommen. Lasst uns mit diesem Geschenk in ein neues lebendiges Jahr gehen. 

Zuvor aber noch allen ein gesegnetes lichtvolles Weihnachtsfest 

wünscht euch euer Präses

Hans Jürgen Roth

      

Adventfeier der Kolpingfamilie am 16.12.2018

Adventsfeier am Sonntag 16.12.2018

am Sonntag, 16.12.2018, war unsere letzte Veranstaltung in diesem Jahr, unsere Adventsfeier mit Jubilar-Ehrungen und Neuaufnahmen. Unser neues Mitglied, Peter Moeselaken, gab schon eine Kostprobe, indem er uns beim Singen von Adventsliedern am Klavier begleitete. Auch Peter Stollwerk wird sich mit fotografieren einbringen und unser Archiv somit auffrischen. Die Geschichte unserer  Kolpingsfamilie wird somit weiterhin festgehalten.

Als Jubilare wurden geehrt: 65 Jahre Georg Gregull, 60  Jahre Franz Josef Elfen und Jupp Tappe.

Die Ehrungen und Neuaufnahmen wurden von unserem Präses Pfr. Hans Jürgen Roth vorgenommen.

Einige Gäste haben sich schon für 2019 als Neumitglieder angemeldet.

Eine erfreuliche Entwicklung.

Auch hat Hans Jürgen Roth mit seinen vorweihnachtlichen Bildern aus Süd-Italien zur schönen vorweihnachtlichen Atmosphäre  beigetragen.

Alles in Allem war es eine sehr schöne Adventsfeier als Einstimmung auf das Weihnachtsfest.

Wie  in den vergangenen Jahren wurde auch jetzt unser Programm 2019 verteilt.

Alle Mitglieder, die nicht anwesend waren, erhalten es per Post. Weiterhin legen wir ein kleines Heft mit Gebeten und Liedtexten bei. Es wäre gut, wenn dieses Heft immer bei unseren Hl. Messen und Veranstaltungen mitgeführt wird.

Dem Neuen Jahr 2019 sehen wir voller Hoffnung und Zuversicht entgegen.

Wir wünschen allen ein glückliches und segensreiches  NEUES JAHR 2019

und grüßen mit  "TREU KOLPING"

Karl-Heinz und Erika Meyer 

Remscheid 27.12.2018

Adolph Kolping: "Frohe Herzen öffnen sich leicht und verstehen einander"

Kontakt

Karl-Heinz Meyer

Telefon: 02191/341063

E-Mail

Internet

Die Kolpingfamilie Remscheid

Unsere Kolpingsfamilie besteht seit 1878. Wir haben 39 Mitglieder und sind ein gemeinnütziger Verein.

[mehr]