Die Erstkommunion

Gemeinschaft mit Gott und Aufnahme in die Gemeinde

Die Erstkommunion ist für katholische Kinder eines der größten und spannendsten Feste. Die lange Vorbereitungszeit, die vielen Rituale und die große Gästeschar zeigen seine besondere Bedeutung. Bei der Erstkommunion erfahren Kinder die einladende Gemeinschaft mit Gott. Sie werden in die Mahlgemeinschaft mit Gott und der Gemeinde aufgenommen. In der Regel gehen Kinder in der dritten Klasse zur Erstkommunion. Traditionsgemäß findet die Feier am ersten Sonntag nach Ostern, dem "Weißen Sonntag" statt.

Bei der Erstkommunion erhalten Kinder zum ersten Mal das Sakra- ment der Eucharistie
Die Erstkommunion ist ein wichtiger Schritt des Hineinwachsens in die Kirche. Die Feier ist ein Fest der ganzen Gemeinde und gehört wie Taufe und Firmung zu den Einführungssakramenten, den Sakramenten der Christwerdung. Die Kinder werden an diesem Tag in die Mahlgemeinschaft aufgenommen. 

Traditionell wird die Feier der Erstkommunion am Weißen Sonntag, dem ersten Sonntag nach Ostern, begangen. Der Name leitet sich von den weißen Gewändern ab, die die Neugetauften in der Frühzeit des Christentums trugen. Sie versinnbildlichten die Reinigung durch das Taufwasser und waren ein Zeichen für den in Christus neu geborenen Menschen. Ab dem siebten Jahrhundert trugen die erwachsenen Täuflinge die weißen Kleider von Ostern bis zum darauffolgenden Sonntag, in der so genannten "Weißen Woche"

Verbindung zu Taufe und Ostern
 
Im 19. Jahrhundert empfahlen Bischöfe, die Erstkommunion auf diesen Sonntag zu legen um zu verdeutlichen, dass in der Erstkommunionfeier die Erneuerung der Taufe gesehen wird. Die Beziehung zu Gott wird durch die Aufnahme in die Mahlgemeinschaft intensiver. Noch heute zeigt sich die Verbindung von Erstkommunion mit Ostern und der Taufe in Texten und Liedern im Gottesdienst, den weißen Kleidern und den Kerzen der Kommunionkinder. In manchen Gemeinden tragen die Erstkommunionkinder aber auch ein einheitliches Gewand.
 
Bei der Erstkommunion bekennen Kinder ihren Glauben und empfangen zum ersten Mal die Kommunion, also Leib und Blut Christi in der Gestalt von Brot (Hostie) und Wein. Die Eucharistiefeier ist damit mehr als eine Gedächtnisfeier in Erinnerung an das letzte Abendmahl, dass Jesus mit seinen Jüngern gehalten hat. Vielmehr bleibt Christus in der Eucharistiefeier gegenwärtig.

Mit neun zu ersten Mal die Eucharistie empfangen
 
In der Regel gehen Kinder der dritten Klasse zur Erstkommunion, sie sind dann meist etwa neun Jahre alt. In kleinen Gruppen bereiten sich die Mädchen und Jungen mehrere Monate gemeinsam mit einem Gruppenleiter, der Katechetin oder dem Katecheten, auf den großen Tag vor. In diesem Kommunionunterricht beschäftigen sie sich mit ihrer Beziehung zu Gott und mit ihrer eigenen Taufe. Sie lernen viel über das Leben und Wirken Jesu, die Kirche und den Ablauf einer Messe.

Um bei der Feier der Erstkommunion das Sakrament der Eucharistie erstmals empfangen zu können, muss der Gläubige getauft sein und den Kommunionunterricht besucht haben. Die Anmeldung erfolgt im Pfarrbüro, dabei müssen das Familienstammbuch oder Taufbescheinigung des Kindes vorgelegt werden.

Mit Material von KNA, Liborius.de, Bistum Eichstätt, Bistum Trier, Bistum Essen, Bistum Passau, Bistum Würzburg

(Quelle: www.katholisch.de)